Der Turm

Der Turm ist der größte und schwerste Teil der Windkraftanlage und verursacht somit hohe Transport- und Montagekosten. Er ist aber zwingend notwendig um den Rotor in eine gewissen standortabhängige Höhe zu bringen, um somit einen maximalen Energiegewinn durch geringe Turbulenzen und eine hohe Windgeschwindigkeit zu erreichen.

Hierbei gilt im Allgemeinen: je höher der Turm desto besser. Allerdings wird häufig im Küstengebiet diese Regel vernachlässigt, da sich der erhöhte (kosten) Aufwand nicht lohnen würde.

In einigen Fällen ist auch die Elektrik im Turm verbaut.

 

Turmbauarten

Bei modernen WKAs werden vier unterschiedliche Turmarten eingesetzt:


Der Stahlrohrturm: diese Turmart ist der am häufigsten angewendete Typ, weil er einfach zu fertigen und relativ günstig ist. Allerdings ist er relativ schwer und wird in großen Teilstücken transportiert, so dass ein erhöhter (Kosten-) Aufwand entsteht.

 

Der Betonturm: dieser Typ wird häufig vor Ort aus Stahlbeton gegossen, da der Transport aufgrund des hohen Gewichts relativ schwer zu bewerkstelligen ist. Zudem lohnt sich diese Bauweise nur in Massenproduktion.

 

Der Hybridturm: er ist eine Mischung aus einem Betonturm im unteren und einem Stahlrohrturm im oberen Segment und löst somit einige Transportprobleme. Er wird wie die beiden oben genannten auch entweder zylindrisch oder konisch gefertigt.

 

Der Gitterturm: dieser Typ ist in Europa wenig verbreitet, da er zwar einfach zu fertigende hohe Türme verspricht, jedoch relativ teuer ist und hierzulande große Akzeptanzprobleme erfährt.